Das Projekt PS-Drone ist die Weiterentwicklung von PdG-Drone, der Python-Programmierschnittstelle meiner Diplomarbeit. Neben einigen Detailverbesserungen und Vereinheitlichung einiger Befehle wurde vor allem die Initialisierung des Videodatenstroms stabilisiert.

Wie auch beim Original der Diplomarbeit, legt PS-Drone großen Wert auf die einfache Benutzung, das Ausschöpfen aller Möglichkeiten der Drohne, aber auch die uneingeschränkte Kontrolle.

Durch ihre leichte Handhabung ist PS-Drone ein perfekter Einstieg für Programmieranfänger, die innerhalb kürzester Zeit erste Erfolge erziehlen werden. Jedoch auch die Ansprüche erfahrener oder professioneller Programmierer werden bedient, somit eignet sich PS-Drone ideal für Unterrichtszwecke oder als Werkzeug zum Lösen akademischer Fragestellungen.
Wer tiefer in die Materie einsteigen möchte, findet ein breites Feld von Möglichkeiten, die den vollen Zugriff auf die Drohne, ihre Sensordaten und Konfigurationsmöglichkeiten bieten. Auch hier wird kein bis wenig Hintergrundwissen benötigt, die erforderlichen Informationen sind in der Dokumentation erläutert.

Um die Videoübertragung der Drohne zu aktivieren, sind hier nur zwei Zeilen Programmcode nötig. Hieran scheitern die weitaus meisten konkurrierenden Projekte.
Die Namensgebung der Variablen, Sensordaten und Befehle sind an die des offiziellen SDKs von Par­rot angelehnt, um bei Fragen auch in alternativen Internetforen oder Literatur fündig zu werden.

So ist auch die Steuerung der Drohne durch Gesten, also die Reaktion auf definierbare optische Reize,  problemlos realisierbar. Das Konzeptprogramm „Matador“ läßt die Drohne beispielsweise wie ein Stier ein rotes Tuch angreifen. Ein Programm „Hund“, bei dem ein Ball fixiert, verfolgt und nach dem Werfen gesucht wird, stellt ein weiteres einfach realisierbares Beispiel dar.

Durch die Möglichkeit der Drohne, sensorische Informationen der Umgebung zu sammeln, liegt die Entwicklung einer autonomen Navigation durch den Raum nahe. Die dafür zu lösenden Teilbereiche sind beispielsweise die Einschätzung der eigenen Position im Raum und das Erkennen von Hindernissen.
Somit sind, vorausgesetzt die Flugzeit der AR.Drone 2.0 wird entsprechend erhöht, auch professionelle Einsatzgebiete denkbar. Lösungen für die autonome Suche von Rehkitzen in Feldern, die selbstständig Lieferung kleiner Güter, oder die optische Verfolgung bzw. Überprüfung von Stromleitungen in Katastrophengebieten sind denkbar.
Im Vergleich zur Diplomarbeit, existiert eine ausführliche Dokumentation für Anwender. Diese besteht aus:

  • Einem Tutorial, welches anhand von Erklärungen und Programmbeispielen Schritt für Schritt durch die Möglichkeiten der Drohne führt
  • Der Dokumentation der Befehle und übergebenden Variablen
  • Einer Dokumentation der von der AR.Drone 2.0 gelieferten Sensordaten
  • Einer Dokumentation der Konfigurationsmöglichkeiten

Diese Kombination stellt die vermutlich vollständigste zusammenhängende Dokumentation der AR.Drone 2.0 im Internet dar.

Wie auch die Diplomarbeit steht PS-Drone unter der Artistic Licence 2.0, einer sehr liberalen und OSI (Open Source Initiative) konformen Open-Source-Lizenz der Perl Foundation.